Traueranzeige von
Gerd Ruge

09.08.1928 - † 15.10.2021
Traueranzeige von Gerd Ruge
Von Michael Schilling - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32072076

Der deutsche Journalist war dem deutschen Fernsehpublikum vor allem als ARD-Korrespondent in der Sowjetunion und später auch in den USA ein Begriff. Gerd Ruge initiierte außerdem zusammen mit Klaus Bölling 1963 die ARD-Sendung “Weltspiegel”, die auch heute noch zu sehen ist. Er war von 1981 bis 1983 Moderator des Magazins “Monitor” und leitete zwischenzeitlich die Talkrunde “NeunzehnZehn” auf 3sat. Insgesamt blieben aber Auslandsreportagen sein liebstes Metier, wobei seine etwas nuschelnde Aussprache zu einer Art Markenzeichen wurde. Ruge erhielt in seiner Karriere zahlreiche Medienpreise, darunter zweimal einen Adolf-Grimme-Preis, zweimal den Bambi sowie die Goldene Kamera und den Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreises. 

Gerd Ruge begann nach dem Zweiten Weltkrieg 1949 seine journalistische Laufbahn beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR). Zunächst waren Rundfunk-Reportagen sein Metier, später verlagerte er seine Arbeit immer stärker in den Fernsehbereich. Von 1956 bis 1959 war er ARD-Korrespondent in Moskau und von 1964 bis 1969 in den Vereinigten Staaten. 1970 wurde er zum Leiter des WDR-Hauptstadtstudios in Bonn ernannt. 1973 zog es ihn wieder ins Ausland und er berichtete bis 1976 für die Tageszeitung “Die Welt” aus China. Nach weiteren verschiedenen Funktionen beim WDR und der ARD (von 1987 bis 1993 war er Leiter des ARD-Studios in Moskau) ging Ruge am 1. September 1993 in den Ruhestand. Anschließend arbeitete Ruge als freier Journalist weiter und sorgte dabei vor allem durch seine Reisereportagen für Aufsehen.

Gerd Ruge war dreimal verheiratet und hatte zwei Kinder aus erster Ehe. Zuletzt lebte er in München, wo er am 15. Oktober 2021 im Alter von 93 Jahren auch starb. 

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Gerd Ruge erstellt und ist dem Fernsehjournalisten vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.