Traueranzeige von
Jürgen Engert

17.01.1936 - † 22.08.2021
Traueranzeige von Jürgen Engert
Von Bundesarchiv, Bild 183-1990-0314-020 / Settnik, Bernd / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=89073858

Der deutsche Journalist war langjähriger Fernseh-Chefredakteur des Sender Freies Berlin (SFB) und Gründungsdirektor des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin. Einem größeren TV-Publikum wurde Jürgen Engert vor allem durch seine Moderation des ARD-Politikmagazins “Kontraste” (1984 bis 1998) bekannt. Der gebürtige Dresdner beschäftigte sich viel mit der deutsch-deutschen Teilung und war einer der prägenden Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Er wurde 1976 mit dem Theodor-Wolff-Journalistenpreis und 2002 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet.  

Jürgen Engert studierte in den 1950er-Jahren an der Freien Universität Berlin Geschichte, Germanistik und Philosophie. Bereits während des Studiums hospitierte er bei der Westberliner Boulevard-Zeitung “Der Abend”. 1961 stieg er dort als politischer Redakteur ein, 13 Jahre später übernahm er den Posten des Chefredakteurs. In den 1980er-Jahren  wandte Engert sich dem Fernsehen zu. Beim SFB übernahm er 1983 den Posten des Leiters der Hauptabteilung Politik. Im selben Jahr schrieb er auch das Drehbuch zum Spielfilm “Einmal Ku’damm und zurück”. Ab 1984 moderierte er zudem das Politmagazin “Kontraste” in der ARD. 1987 wurde Engert zum Chefredakteur Fernsehen beim SFB ernannt. Auch an der Gründung des ARD-Hauptstadtstudios war er als Direktor beteiligt und blieb dort in oberster Position bis zu seiner Pensionierung 2001. Jürgen Engert starb am 22. August 2021 im Alter von 85 Jahren.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Jürgen Engert erstellt und ist dem Journalisten vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.